
Seit einigen Wochen engagiere ich mich ad interim in Sachen Kommunikation für das Team der Cham Swiss Properties AG. «Ad interim» ist für mich ein neues Format, das sich in diesem Kontext spontan angeboten hat. Und ich lerne gerade sehr viel auch über meine eigene Arbeit.
Teil meines Engagements ist unter anderem die konzeptionelle Arbeit an einer Serie von Videoclips mit der Geschäftsleitung, wovon der erste Clip der Serie «INSIDE» mit dem Titel «Equity Story» heute online gegangen ist. Die eigentliche Aufgabe dabei war nicht die Produktion, sondern die strategischen Überlegungen davor: Welche Fragen werden die Geschichte der Equity Story herausschälen? Ziel war nicht eine auswendig gelernte Geschichte, sondern erzählt werden sollte die Equity Story ganz nahe an der Realität, sprich nahe an den fünf Menschen, die das Unternehmen führen.
Am Drehtag habe ich im Off interviewt und habe es geliebt. Einerseits lag es am Thema Equity Story, das mich seit meiner ersten IPO-Erfahrung 2008 regelmässig wiederfindet, andererseits an den fünf Persönlichkeiten vor der Kamera. Nach dieser Erfahrung am Set im Off wage ich zu behaupten, ein qualitativ gutes Interview ist nicht nur eine Frage der Technik, sondern primär eine Frage der Aufmerksamkeit der interviewenden Person. Nur wenn ich mich zurücknehmen, mich in die Perspektive des anderen einfühlen und einen sicheren Raum für das Gespräch öffnen kann, wird es der interviewten Person vor der Kamera gelingen, sich zu zeigen und authentisch zu sprechen. Live-Interviews betrachte ich nach dieser Erfahrung mit anderen Augen.
Denn wer gute Kommunikation leisten will, muss zuerst lernen, sich selbst zurückzunehmen. Und vielleicht liegt genau darin die eigentliche Kunst, in Zusammenarbeit mit anderen Menschen schnell Wirkung zu entfalten.
Darüber werde ich noch einige Zeit nachdenken.
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